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Pragmatische Schweizer: Bessere Wohnung ist beim Umzug wichtiger als die Liebe

  • Am häufigsten (26 Prozent) sind Schweizer zuletzt umgezogen, weil sie mit ihrer Wohnung unzufrieden waren, wie eine aktuelle Studie von immowelt.ch zeigt
  • Partnerschaft (16 Prozent) oder Beruf (12 Prozent) spielen bei Umzugsgründen nur eine untergeordnete Rolle
  • Für Frauen ist die Familie ein relevanter Grund, Männer ziehen eher um, weil sie sich eine Immobilie kaufen

 

Nürnberg, 22. Mai 2019. Schweizer packen am häufigsten ihre Umzugskisten, weil sie mit ihrer vorherigen Wohnung unzufrieden waren. Gut ein Viertel (26 Prozent) gibt an, dass die Lage, die Nachbarschaft oder Mängel in der Wohnung ausschlaggebend für den letzten Umzug waren. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie von immowelt.ch, einem der beliebtesten Immobilienportale der Schweiz. Die Liebe oder der Beruf spielen hingegen nur eine untergeordnete Rolle bei der Wahl einer neuen Bleibe: 16 Prozent der Befragten zogen zuletzt wegen einer neuen oder gescheiterten Partnerschaft um. Aus beruflichen Gründen planten nur 12 Prozent ihren letzten Umzug, für eine Ausbildung nur 2 Prozent. Deutlich relevanter ist da der Kauf eines Eigenheims: Für 23 Prozent der Befragten war ein Immobilienerwerb der Anlass für ihren letzten Umzug.

Männer ziehen eher wegen Immobilienkauf um, Frauen wegen Familie

Besonders bei Männern war der Wechsel ins Wohneigentum häufig Grund für den letzten Umzug. Für 26 Prozent war der Immobilienerwerb ausschlaggebend, bei Frauen waren es 19 Prozent. Die weiblichen Befragten messen hingegen familiären Aspekten eine grössere Bedeutung bei: 19 Prozent zogen das letzte Mal um, weil die alte Wohnung für den Nachwuchs zu klein wurde, für die Pflege von Angehörigen oder schlicht, weil sie näher bei den Verwandten wohnen wollten. Für Männer war indes nur in 9 Prozent der Fälle die Familie der Grund für den Wechsel des Wohnsitzes.


Schweizer Pragmatismus und österreichische Romantik

Generell sind die Schweizer etwas pragmatischer als ihre Nachbarn aus Österreich, die häufiger der Liebe wegen umziehen. 20 Prozent der österreichischen Befragten sind letztmalig wegen eines neuen Partners oder einer gescheiterten Beziehung umgezogen (Schweiz: 16 Prozent). Besonders die weiblichen Befragten hören bei der Wohnungswahl auf ihr Herz. Gut ein Viertel (26 Prozent) der Österreicherinnen sind zuletzt wegen der Liebe umgezogen. Unter den Schweizerinnen waren es 17 Prozent. Aber auch in Österreich ist die Unzufriedenheit mit der bisherigen Bleibe insgesamt der häufigste Grund dafür, eine neue Wohnung oder ein neues Haus zu beziehen.

 

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Aus welchem Grund sind Sie das letzte Mal umgezogen? (als Erwachsener)

  • aus wohnungsbezogenen Gründen (z. B. andere Lage, Mängel, Nachbarschaft): 26 Prozent
  • wegen eines Immobilienerwerbs: 23 Prozent
  • wegen einer Beziehung / Liebe (z. B. neue oder gescheiterte Beziehung): 16 Prozent
  • aus familiären Gründen (z. B. Familienzuwachs, Nähe zur Verwandtschaft, Pflegebedürftigkeit): 14 Prozent
  • aus beruflichen Gründen: 12 Prozent
  • Ich bin als Erwachsener noch nie umgezogen: 7 Prozent
  • für die Ausbildung: 2 Prozent
     

Ausführliche Ergebnisgrafiken stehen hier zum Download bereit.

Für die von immowelt.ch beauftragte repräsentative Studie „Wohnen und Leben 2019“ wurden im Februar 2019 schweizweit 500 Personen (Online-Nutzer) ab 18 Jahren befragt.