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Vorjahresvergleich: Mieten legen in allen Bundesländern zu – Tirol nach Plus von 8 Prozent am teuersten

Ein aktueller Vorjahresvergleich der Angebotsmieten für Wohnungen in den Bundesländern Österreichs für das 1. Quartal zeigt: 

  • Tirol nach einem Plus von 8 Prozent mit 16,10 Euro pro Quadratmeter teuerstes Bundesland
  • Vorarlberg (+5 Prozent), Salzburg (+3 Prozent) und Wien (+3 Prozent) auf den nächsten Plätzen
  • Stärkster Anstieg in der Steiermark (+13 Prozent), günstigste Mieten im Burgenland (9,60 Euro)

Nürnberg/Wien, 28. April 2022. In Österreich ist die Inflation im März auf fast 7 Prozent gestiegen. Doch nicht nur Lebensmittel und Energie werden deutlich teurer, auch die Mietpreise ziehen in allen Bundesländern an. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von immowelt.at, für die die angebotenen Gesamtmieten von Wohnungen in den einzelnen Bundesländern mit dem Vorjahr verglichen wurden. Betrachtet wurden das 1. Quartal 2022 und das 1. Quartal 2021. Nach einem Plus von 8 Prozent weist Tirol die höchsten Mieten aller Bundesländer Österreichs auf. Der Quadratmeter einer Mietwohnung kostet aktuell im Median 16,10 Euro – damit knackt Tirol als erstes Bundesland die 16-Euro-Marke. Für das hohe Preisniveau sorgen vor allem das begrenzte Wohnungsangebot sowie der große Anteil teurer Ferienwohnungen am knappen Bestand. Die hohe Lebensqualität und die gute wirtschaftliche Lage bescheren Tirol zudem stetig steigende Einwohnerzahlen, wodurch die Nachfrage nach Wohnraum und folglich die Mietpreise im Bundesland weiter anziehen.

Weitere Verteuerung in Vorarlberg, Salzburg und Wien 

Etwas geringer als in Tirol fällt der Mietpreisanstieg im zweitteuersten Bundesland Vorarlberg aus: Nach einem Plus von 5 Prozent liegt der Quadratmeterpreis dort Anfang 2022 bei 15,70 Euro. Fast genauso teuer sind die Wohnungsmieten in Salzburg: Mieter zahlen dort im Median 15,60 Euro pro Quadratmeter – ein Anstieg von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In beiden Bundesländern sind Wohnungen aufgrund der guten Jobmöglichkeiten und überdurchschnittlichen Einkommen äußerst gefragt – das Mietpreisniveau ist dementsprechend hoch.

In Wien legt der Quadratmeterpreis für eine Mietwohnung ebenfalls um 3 Prozent zu und beträgt nun 14,60 Euro. Damit gewinnt die Mietpreisentwicklung in der Hauptstadt wieder leicht an Dynamik, nachdem sich das Wachstum im letzten Jahr spürbar abgeschwächt hatte. Ein Grund könnte das Auslaufen der meisten Coronamaßnahmen sein. So hat die Rückkehr zu Präsenzvorlesungen womöglich den Zuzug von Studienanfängern in die beliebte Universitätsstadt verstärkt und damit für eine steigende Nachfrage am Wiener Mietmarkt gesorgt.

Plus 13 Prozent in der Steiermark, Burgenland am günstigsten

Den mit Abstand stärksten Mietzuwachs aller Bundesländer verzeichnet die Steiermark: Nach einem Plus von 13 Prozent kostet der Quadratmeter einer Mietwohnung dort im Median 11,80 Euro. Für den deutlichen Anstieg sind vor allem die zahlreichen teuren Neubauprojekte in Graz verantwortlich, die zunehmend auf den Markt drängen und das Mietniveau nach oben treiben.

Deutlich preiswerter wohnt es sich dagegen im Burgenland, dem günstigsten Bundesland in Österreich. Dort zahlen Mieter für den Quadratmeter aktuell 9,60 Euro – ein Anstieg von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

 

Ranking der Mietpreisveränderungen vom jeweils 1. Quartal aus 2021 und 2022:

BundeslandMietpreis Q1 2021 (pro m²) Mietpreis Q1 2022 (pro m²)Veränderung
1. Tirol14,90 Euro16,10 Euro+8 Prozent
2. Vorarlberg15,00 Euro15,70 Euro+5 Prozent
3. Salzburg15,10 Euro15,60 Euro+3 Prozent
4. Wien14,20 Euro14,60 Euro+3 Prozent
5. Steiermark10,40 Euro11,80 Euro+13 Prozent
6. Kärnten11,00 Euro11,60 Euro+5 Prozent
7. Oberösterreich10,70 Euro11,20 Euro+5 Prozent
8. Niederösterreich10,50 Euro11,00 Euro +5 Prozent
9. Burgenland9,30 Euro9,60 Euro+3 Prozent


Ausführliche Ergebnistabellen zu den 9 untersuchten Bundesländern können hier heruntergeladen werden.

 

Berechnungsgrundlage:

Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise in den 9 Bundesländern waren auf immowelt.at inserierte Angebote. Dabei wurden ausschließlich Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Die Preise sind jeweils Angebots-, keine Abschlusspreise. Die Preise geben den Median der angebotenen Wohnungen im 1. Quartal 2021 und 2022 wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise. Die Mietpreise sind Gesamtmieten (Nettomieten inklusive Betriebskosten) bei Neuvermietung.