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Kein Corona-Einfluss auf den Mietmarkt: Bis zu 18,30 Euro pro Quadratmeter in Tirol, 6,30 Euro im Burgenland

Eine aktuelle Analyse der Mietpreise in den politischen Bezirken Österreichs von immowelt.at zeigt:

  • Noch immer die teuersten Bezirke: Innsbruck-Stadt (18,30 Euro), Salzburg-Stadt (15,70 Euro) und Kitzbühel (15,40 Euro)
  • Wien auf Platz 7 der teuersten Bezirksmieten: Angebotspreise bei 14,10 Euro im Median
  • Am wenigsten zahlen Österreicher im Burgenland in den Bezirken Oberwart (7,20 Euro) und Jennersdorf (6,30 Euro)

Nürnberg/Wien, 15. Juli 2020. Die Corona-Krise hat das Land hart getroffen, auf die Gesamtmieten hat sie bislang keine Auswirkung. Es herrscht immer noch ein klares West-Ost-Gefälle: Die teuersten Bezirke Österreichs mit Preisen jenseits von 15 Euro pro Quadratmeter liegen in den westlichen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg – die günstigsten mit weniger als 8 Euro pro Quadratmeter im Osten in Niederösterreich, der Steiermark und im Burgenland. Eine Ausnahme bildet Wien: Mit über 14 Euro Mietzins liegen die Preise in der Bundeshauptstadt ebenfalls im oberen Drittel der Preisspanne. Das zeigt eine Untersuchung von immowelt.at, einem der führenden Immobilienportale Österreichs. In der Analyse wurden für ausgewählte Bezirke die aktuellen Angebotsmieten verglichen.

Höchste Preise in Innsbruck und Salzburg

In Innsbruck-Stadt zahlen Mieter mit Abstand die höchsten Preise: Um 18,30 Euro im Median wird der Quadratmeter angeboten. Bisher sorgten die vielen Arbeitsplätze in der Tourismusbranche für Zuzug. Ferienwohnungen und die Studenten der renommierten Innsbrucker Universität feuerten den Mietmarkt obendrein weiter an. Der begrenzte Bauplatz und die zumeist gehoben ausgestatteten Wohnungen trieben die Preise zusätzlich. Trotz Corona bleibt Innsbruck der teuerste Mietmarkt in Österreich. Ein langfristiger Effekt auf den Tourismus und den Hochschulbetrieb und damit womöglich auf die Mieten bleibt abzuwarten.

Das Innsbrucker Land ist mit 13,80 Euro im Median zwar deutlich günstiger als die Stadt, gehört aber ebenfalls zu den 10 teuersten Bezirken. Das Ausweichen auf das Umland lohnt sich für Wohnungssuchende also nur bedingt.

Ähnlich ist die Lage in Salzburg: In der Mozartstadt wird der zweithöchste Mietzins Österreichs verlangt: 15,70 Euro pro Quadratmeter im Median. Neben der Nähe zu Salzburg machen auch die Salzburger Schieferalpen den Bezirk Salzburg-Land attraktiv. Mit 13 Euro für einen Quadratmeter zählt auch das Salzburger Umland noch zu den 10 höchstpreisigen Bezirken im Land. Eine günstigere Alternative zu den Preisen in Salzburg-Stadt findet sich dort ebenfalls kaum.

Wien unter den Top 10

Je östlicher im Land man sucht, desto tiefer sind tendenziell die angebotenen Quadratmeterpreise. Eine Ausnahme im Osten bildet Wien: Mit mittleren Preisen um 14,10 Euro ist der Hauptstadteffekt trotz Corona in der ersten Jahreshälfte immer noch deutlich spürbar. Das Kultur- und Wirtschaftszentrum Österreichs wächst beständig weiter, entsprechend klettern auch die Mietpreise und liegen im oberen Drittel der österreichischen Mietpreisspanne. Dass sich der Wohnmarkt durch den Einfluss von Corona nun anders entwickelt, zeigt sich nicht. Im Österreich-Vergleich liegt Wien auf dem 7. Platz der teuersten Bezirke. Trotz 60 Prozent gefördertem Wohnungsbau und Richtwertmietzins, der die Mieten eigentlich dämmen soll.

Die Mietzinse der Bundeshauptstadt strahlen auch auf die umliegenden Bezirke aus: Das etwa 20 Kilometer entfernte Mödling (12,10 Euro) im Süden oder Korneuburg (11,90 Euro) im Norden gehören ebenso zu den hochpreisigen Bezirken in Niederösterreich.

Mieten in Vorarlberg hoch, niedrige Preise in der Steiermark und im Burgenland

Vorarlberg ist mit der Nähe zum Bodensee und am Rand der Alpen eines der begehrtesten Bundesländer. Zwar hat die Corona-Krise Auswirkungen auf den Tourismus und den Pendlerverkehr, spürbar bei den Mietpreisen ist das aber bisher nicht. Die in den vergangenen Jahren florierende Wirtschaft und die attraktive Lage im Dreiländereck sorgen noch immer für hohe Preise. Um 15 Euro pro Quadratmeter werden Wohnungen in Dornbirn angeboten. Selbst der günstigste Bezirk in Vorarlberg liegt preislich noch über der 10-Euro-Marke: 12,80 Euro kostet der Quadratmeter im Bezirk Bludenz. Damit sind die Gesamtmieten im westlichsten Bundesland im Durchschnitt die höchsten. Am günstigsten wohnen Österreicher im Osten: Im Burgenland liegen die Mieten zwischen 6,30 Euro (Jennersdorf) und 9,90 Euro (Neusiedl am See) sogar unter der 10-Euro-Grenze. Ähnlich niedrig sind die Mieten in der Steiermark: zwischen 7,30 Euro in Voitsberg und 11,60 Euro in Graz.  


Die Mieten der teuersten und günstigsten Bezirke im Überblick:

BezirkBundeslandMietpreis 2.HJ 2019 & 1. HJ 2020 (pro m²)
Innsbruck-StadtTirol18,30 €
Salzburg-StadtSalzburg15,70 €
KitzbühelTirol15,40 €
DornbirnVorarlberg15,00 €
BregenzVorarlberg14,80 €
FeldkirchVorarlberg14,70 €
Wien (gesamt)Wien14,10 €
Innsbruck-LandTirol13,80 €
KufsteinTirol13,70 €
SchwazTirol13,10 €
Salzburg-UmgebungSalzburg13,00 €
 
NeunkirchenNiederösterreich8,00 €
Bruck-MürzzuschlagSteiermark7,90 €
LilienfeldNiederösterreich7,70 €
SchärdingOberösterreich7,70 €
GüssingBurgenland7,60 €
MurtalSteiermark7,60 €
RohrbachOberösterreich7,40 €
VoitsbergSteiermark7,30 €
OberwartBurgenland7,20 €
JennersdorfBurgenland6,30 €

 

Ausführliche Tabellen mit den Mietpreisen in den untersuchten Bezirken stehen hier zum Download bereit.

 

Berechnungsgrundlage:
Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise in den ausgewählten politischen Bezirken Österreichs waren alle im 2. Halbjahr 2019 und 1. Halbjahr 2020 auf immowelt.at inserierten Wohnungen und Häuser. Dabei wurden ausschließlich die Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Die Preise geben den Median der Gesamtmieten (Nettomieten inklusive Betriebskosten) bei Neuvermietungen wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.