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Wer wohnt nebenan? Rund jeder 6. Österreicher spioniert dem Nachbarn im Internet nach

  • 15 Prozent der Österreicher haben schon mal im Internet nach Informationen über ihren Nachbarn gesucht, das zeigt eine aktuelle Studie von immowelt.at
  • Google, Facebook und Xing sind die beliebtesten Plattformen zum Nachspionieren
  • Männer sind neugieriger als Frauen – Familien mit Kindern wollen am häufigsten wissen, wer nebenan wohnt

 

Nürnberg/Wien, 24. April 2019. Ist das Paar über mir verheiratet? Wo macht die Familie aus dem Nebenhaus gerade Urlaub? Welchen Job hat die Frau im Erdgeschoss? Das Privatleben der Nachbarn ist für viele Österreicher spannend. Knapp jeder 6. von ihnen ist besonders neugierig und sucht sogar im Internet nach Informationen zum Nebenmann. Das zeigt eine repräsentative Studie von immowelt.at, einem der führenden Immobilienportale Österreichs. Besonders beliebt sind klassische Suchmaschinen. Die meisten der neugierigen Österreicher (72 Prozent) gaben an, über Google, Bing oder Yahoo nach dem Nachbarn zu suchen. Daneben werden vor allem soziale Netzwerke genutzt. Auf Facebook (62 Prozent) und Instagram (16 Prozent) finden Suchende private Daten wie Geburtsdatum, Beziehungsstatus oder Urlaubsfotos – vorausgesetzt das Profil des Nachbarn ist öffentlich. In beruflichen Netzwerken (17 Prozent) wie LinkedIn oder Xing stoßen Suchende auf Informationen zum Werdegang und zum aktuellen Job. Lediglich Dating-Apps wie Tinder nutzen die Österreicher so gut wie gar nicht zum Spionieren. So weit scheint das Interesse am Nachbarn dann doch nicht zu gehen.

Die Mehrheit der Österreicher hält allerdings nichts vom Nachspionieren des Nachbarn. 67 Prozent sind der Ansicht, dass sie das Leben der Nachbarn nichts angeht und verzichten deshalb auf Internetsuchen. Weitere 18 Prozent sind einfach nicht am Leben des Nebenmanns interessiert.

Männer sind neugieriger als Frauen

Beim Vergleich der Geschlechter fällt auf, dass Männer interessierter am Leben der Nachbarn sind als die Frauen. Während 13 Prozent der Österreicherinnen nach Informationen über ihre Nebenleute suchen, sind es bei den Österreichern hingegen 17 Prozent. Generell vertreten deutlich mehr weibliche Befragte die Meinung, dass das Leben der Nachbarn sie nicht zu interessieren hat.

Neben den Männern wollen vor allem Familien mit Kindern wissen, wer der Nachbar wirklich ist. 19 Prozent der Haushalte mit Kindern haben schon mal nach Informationen über andere Bewohner gesucht. Bei den kinderlosen Haushalten waren es nur 14 Prozent. Eltern wollen vermutlich genau wissen, wer die Personen sind, denen die eigenen Kinder auf der Straße oder im Hausflur begegnen.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Haben Sie im Internet schon mal nach Informationen über Ihren Nachbarn gesucht?

  • Nein, das Leben meiner Nachbarn geht mich nichts an: 67 Prozent
  • Nein, meine Nachbarn interessieren mich nicht: 18 Prozent
  • Ja, ich will wissen, mit wem ich Tür an Tür wohne: 15 Prozent

 

Welche Seiten/Plattformen haben Sie dafür genutzt? 
(Teilmenge: nur die, die schon nach Informationen über ihre Nachbarn gesucht haben; Mehrfachantworten möglich)

  • Suchmaschine (z. B. Google, Bing, Yahoo): 72 Prozent
  • Facebook: 62 Prozent
  • Berufliches Netzwerk (z. B. LinkedIn, Xing): 17 Prozent
  • Instagram: 16 Prozent
  • Spezielle Personensuchmaschine: 3 Prozent
  • Dating-Apps (z. B. Tinder): 1 Prozent

 

Ausführliche Ergebnisgrafiken stehen hier zum Download bereit.

Eine Grafik in druckfähiger Auflösung kann hier heruntergeladen werden.

Für die von immowelt.at beauftragte repräsentative Studie „Wohnen und Leben 2019“ wurden im Februar 2019 österreichweit 500 Personen (Online-Nutzer) ab 18 Jahren befragt.