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Bundesländer im Vergleich: Immobilien in Wien weiter am teuersten, Oberösterreich im Aufwind

Eine aktuelle Immobilien-Analyse von immowelt.at zeigt:

  • Die höchsten Kaufpreise gibt es Wien – der Quadratmeter kostet 4.170 Euro
  • Vorarlberg (3.980 Euro) und Salzburg (3.900 Euro) folgen auf den Plätzen 2 und 3
  • Den stärksten Anstieg innerhalb des vergangenen Jahres verzeichnet Oberösterreich (+16 Prozent), gefolgt von der Steiermark (+14 Prozent) und Niederösterreich (+13 Prozent)
  • Burgenland ist das einzige Bundesland mit Kaufpreisen unter 2.000 Euro pro Quadratmeter

 

Nürnberg/Wien, 13. Februar 2019. Wohneigentum ist im vergangenen Jahr in Österreich erneut teurer geworden. Unangefochten an der Spitze ist und bleibt Wien. Eigentumswohnungen und Häuser kosten dort aktuell 4.170 Euro pro Quadratmeter im Median. Wegen der großen Attraktivität und einem anhaltenden Zuzug – allein von 2017 auf 2018 erhöhte sich die Bevölkerung um mehr als 20.000 Einwohner – sind die Preise in Wien weiter gestiegen. Um 8 Prozent erhöhten sie sich binnen eines Jahres. Vor einem Jahr kostete der Quadratmeter noch 3.870 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von immowelt.at, für die die Angebotspreise der einzelnen Bundesländer mit dem Vorjahr verglichen wurden. In der Hauptstadt wird seit Jahren viel gebaut. Besonders in den Randbezirken entstehen zahlreiche größere Neubauprojekte. Durch den Bauboom der vergangenen Jahre ist das Angebot an Immobilien inzwischen so groß, sodass noch stärkere Preisanstiege vermieden werden können.

Neben Wien werden vor allem in den westlichen Bundesländern hohe Preise aufgerufen. Vorarlberg (3.980 Euro), Salzburg (3.900) und Tirol (3.890 Euro) befinden sich auf einem ähnlichen Preisniveau. Die gute wirtschaftliche Lage und die damit verbundene hohe Kaufkraft sind Gründe für die teuren Immobilienpreise. Zudem werden insbesondere in Hotspots wie unter anderem Kitzbühel, Feldkirch oder Salzburg-Stadt zahlreiche Luxusimmobilien gebaut und zum Kauf angeboten. Allerdings scheinen allmählich Sättigungseffekte einzutreten. Sowohl in Tirol (+5 Prozent) als auch Vorarlberg (+7 Prozent) steigen die Preise weniger stark als in anderen Bundesländern.

Oberösterreich im Kommen

Den größten Sprung aller Bundesländer hat Oberösterreich gemacht. Um 16 Prozent haben sich die Kaufpreise dort innerhalb eines Jahres verteuert. Aktuell kostet der Quadratmeter im Median 2.550 Euro, während es 2017 noch 2.200 Euro waren. Zahlreiche Neubauten und renovierte Objekte mit guter Ausstattung in Wels und Linz sowie Immobilien in bester Lage am Attersee oder Traunsee sind im vergangenen Jahr auf den Markt gekommen. Deren hohe Preise sind mitunter verantwortlich für den Preissprung. Hinzu kommt, dass das Preisniveau in Oberösterreich deutlich niedriger als beispielsweise in Wien oder Vorarlberg ist. Es ist somit auch mehr Luft nach oben.

Gleiches gilt für die Steiermark, wo sich eine vergleichbare Entwicklung feststellen lässt. Kaufimmobilien werden 2018 um 14 Prozent teurer angeboten als noch 2017. Die aktuellen Quadratmeterpreise von 2.520 Euro sind auf einem Level mit Oberösterreich. Einer der Gründe für die starke Steigerung ist der Zuzug nach Graz und die damit einhergehend gestiegene Nachfrage. Trotz zahlreicher Neubauten in der Landeshauptstadt ist das Angebot zu gering, was die Preise nach oben treibt.

Aufgrund der hohen Preise in Wien scheinen viele kaufwillige Österreicher inzwischen auf den niederösterreichischen Speckgürtel auszuweichen. Von vielen Gemeinden ist die Hauptstadt mit der S-Bahn aus schnell für Pendler erreichbar. Der Anstieg von 13 Prozent verdeutlicht die zunehmende Nachfrage. Dennoch sind die Preise vergleichsweise günstig – Wohneigentum in Niederösterreich kostet aktuell 2.550 Euro pro Quadratmeter.

Schlusslicht Burgenland

Die mit Abstand günstigsten Wohnungen finden Käufer im Burgenland. Aktuell müssen sie mit Preisen von 1.460 Euro pro Quadratmeter rechnen – 8 Prozent mehr als 2017. In Österreichs östlichstem Bundesland stagnieren die Einwohnerzahlen. Im strukturschwachen Süden des Burgenlandes sinken diese sogar. Dadurch dass die Nachfrage nach Immobilien nicht steigt, bleibt auch das Angebot ausreichend groß. Höherpreisige Neubauten sind vielerorts somit nicht notwendig.

Ranking der Kaufpreise 2018 von Eigentumswohnungen und Häusern:

BundeslandKaufpreis 2017
(pro m²)
Kaufpreis 2018
(pro m²)    
Veränderung
1. Wien3.870 Euro4.170 Euro+8 Prozent
2. Vorarlberg3.720 Euro3.980 Euro+7 Prozent
3. Salzburg3.570 Euro3.900 Euro+9 Prozent
4. Tirol3.700 Euro3.890 Euro+5 Prozent
5. Oberösterreich2.200 Euro2.550 Euro+16 Prozent
6. Niederösterreich2.250 Euro2.550 Euro+13 Prozent
7. Steiermark2.210 Euro2.520 Euro+14 Prozent
8. Kärnten1.910 Euro2.030 Euro+6 Prozent
9. Burgenland1.350 Euro1.460 Euro+8 Prozent

 

Eine druckfähige Grafik steht hier zum Download bereit.

Ausführliche Ergebnistabellen zu den 9 untersuchten Bundesländern können hier heruntergeladen werden.

Berechnungsgrundlage:
Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise in den 9 Bundesländern waren alle 2017 und 2018 auf immowelt.at inserierten Angebote. Dabei wurden ausschließlich Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Die Preise sind jeweils Angebots-, keine Abschlusspreise. Die Preise geben den Median der angebotenen Wohnungen und Häuser wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.