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Marktbericht Wien: Wohnungskäufer entdecken die äußeren Bezirke

Die Preise für Eigentumswohnungen in Wien erhöhen sich vor allem außerhalb der Kernstadt sowie in Bezirken mit besonderem Entwicklungspotenzial / Der mittlere Kaufpreis steigt in der Gesamtstadt seit 2013 moderat auf 3.920 Euro pro Quadratmeter (+3 Prozent), das zeigt der Marktbericht Wien von immowelt.at, einem der führenden Immobilienportale / Spitzenpreise im 1. Bezirk erreichen 19.000 Euro pro Quadratmeter

Nürnberg, 24. Oktober 2014. Die Nachfrage nach Wohnungseigentum in der Bundeshauptstadt Wien bewegt sich in Richtung Stadtrand. Das zeigt der Marktbericht Wien von immowelt.at, einem der meistbesuchten Immobilienportale. In fast allen Bezirken außerhalb der inneren Stadt haben die Angebotspreise im 1. Halbjahr 2014 gegenüber dem Vorjahr zwischen und 4 und 20 Prozent zugelegt. Der mittlere Wohnungspreis steigt in der Gesamtstadt mit 3.920 Euro pro Quadratmeter moderat (+3 Prozent). Wie bereits in den letzten Jahren spielen bei der Käuferschaft nicht nur Eigennutzer, sondern auch private Anleger eine wichtige Rolle.

Käufer suchen außerhalb der Innenstadt

Die Auswertung der Angebotspreise im 1. Halbjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeigt für Wien einen Trend, den auch andere Metropolen erleben: Weil die Quadratmeterpreise im Stadtkern auf ein schwer erreichbares Niveau gestiegen sind, suchen Kaufinteressenten nach günstigeren Alternativen weiter draußen. Vorausgesetzt dass auch dort die Verkehrsanbindung, Infrastruktur und Lebensqualität stimmen, steigen in den äußeren Bezirken unter dem Druck der Nachfrage die Preise.

Westlich der Donau lässt sich das in Wien derzeit besonders in Ottakring (3.677 Euro, +9 Prozent), Brigittenau (3.242 Euro +7 Prozent), Rudolfsheim-Fünfhaus (3.068 Euro, +7 Prozent) und – aufgrund der günstigeren Ausgangspreise und Ausstrahlung des Projektes Hauptbahnhof – in Favoriten (3.161 Euro, +12 Prozent) beobachten. Aber auch in den Bezirken am äußeren westlichen Stadtrand wurden leichte Preissteigerungen zwischen 4 und 7 Prozent verzeichnet.

21. und 22. Bezirk: Potenzial nördlich der Donau

Am stärksten sind die Wohnungspreise im Bezirk Florisdorf (3.548 Euro, +20 Prozent) nordöstlich der Donau gestiegen. Das Entwicklungspotenzial dieses durch Reihenhaussiedlungen und große Mietshäuser geprägten Bezirkes liegt vor allem im Bereich der Donau und an der U1-Linie. Direkt an der Station Aderklaaer Straße entsteht derzeit der Stadtteil Citygate mit über 400 neuen Eigentums- und 700 Mietwohnungen. Der benachbarte Bezirk Donaustadt beherbergt mit der Seestadt Aspern derzeit das größte Wiener Stadtentwicklungsprojekt. Die Wohnungspreise sanken dort zwar zwischen 2013 und 2014 um 7 Prozent auf 3.819 Euro, im Vorjahr hatten sie aber einen Preissprung von 22 Prozent hingelegt. Beide Bezirke stehen für das Potenzial des Nordens auf dem Wiener Wohnungsmarkt.

Brücke nach Norden: Leopoldstadt

Dynamisch zeigt sich der Markt für Eigentumswohnungen auch im Bezirk Leopoldstadt (4.108 Euro, +17 Prozent), der eine Art Brückenfunktion zwischen Zentrum und Donaustadt einnimmt. Preislich bis dato eher auf oberem Vorstadtniveau, kostet ein Quadratmeter im 2. Bezirk heute im Schnitt erstmals mehr als 4.000 Euro. Neben der eröffneten neuen Wirtschaftsuniversität dürften Projekte zur Entwicklung der Donaukante sowie die geplante Umwandlung des ehemaligen Nordbahnhof-Areals in ein neues Stadtquartier die Leopoldstadt weiter aufwerten.

Rund ums Zentrum: Stillstand auf hohem Niveau

Die Wohnungspreise in den zentral gelegenen teuren Wohnlagen rund um den 1. Bezirk sind dagegen im Vergleich zum Vorjahr vorwiegend stabil geblieben oder sogar zurückgegangen. Der Quadratmeter in Alsergrund, Josefsstadt, Neubau, Mariahilf und Margareten ist deshalb weiterhin zwischen 4.100 Euro und 5.100 Euro zu haben.

Die ewig goldene Adresse: 1. Bezirk

Im 1. Bezirk, dem traditionell teuersten Quartier der Stadt, mangelt es dagegen nicht an Kaufinteressenten mit großem Budget. Trotz des beständig hohen Preisniveaus haben sich Eigentumswohnungen hier seit dem Vorjahr noch einmal um 17 Prozent verteuert – auf einen mittleren Kaufpreis von 13.049 Euro pro Quadratmeter. Je nach Lage und Ausstattung der Wohnung kann dieser Preis schon einmal bis 19.000 Euro hochgehen. Da Neubauten auf freien Bauflächen kaum noch möglich sind, wird neue Wohnfläche im 1. Bezirk vor allem durch den Ausbau von Dachgeschossen gewonnen.

Datenbasis für die Berechnung des mittleren Kaufpreises sind 21.500 Immobilienangebote, die im 1. Halbjahr 2013 und 1. Halbjahr 2014 auf immowelt.at inseriert wurden. Die Kaufpreise sind Angebots-, keine Abschlusspreise, sie spiegeln den Median, also den mittleren Wert der Angebotspreise, wider.

Ausführliche Ergebnisgrafiken stehen hier zum Download bereit.